Empfehlungen

Tipp der Woche 42

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Wer hat schon eine normale Familie? von Belinda Nowell und Misa Alexander

Alex hat eine neue Schwester bekommen. Emma ist seine Pflegeschwester. Als er das in seiner Klasse erzählt freuen sich alle Kinder außer Jimmy Martin. Jimmy Martin sagt zu Alex „Sie ist nicht deine richtige Schwester. Du hast keine normale Familie!“

Das macht Alex traurig, denn er ist auch ein Pflegekind. Zuhause erzählt er seiner Mutter von Jimmy Martin. Und diese hat eine Idee… Ob Alex Mutter helfen kann damit er wieder fröhlich wird?

 

Wer hat schon eine normale Familie? ist eine tolle Geschichte die viele verschiedene  Familienkonstellationen zeigt und kurz erklärt.

Das wichtigste ist eigentlich die Frage: Wer will schon eine normale Familie?

Im Anschluss an die Geschichte findet sich ein Hinweistext für Eltern, Erzieher und Vorleser, in dem aufgezeigt wird wie Kinder Normalität verstehen und wie Bezugspersonen auf dieses Thema eingehen können.

 

 

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Tipp der Woche 36

{#Goodnight}Elena Favilli ; Francesca Cavallo : Good Night Stories for Rebel Girls

Mit 100 faszinierenden Frauen neues entdecken, mutig sein, aktiv werden und so Vorbilder finden.

In  Good Night Stories for Rebel Girls werden in kurzen Geschichten das Leben von Frauen die entweder weltberühmt oder kaum bekannt sind, oder einfach nur vergessen wurden erzählt. Zu jeder gibt es ein passendes Zitat und ein gezeichnetes Porträt.

Gute Nachtgeschichten die nicht nur für Mädchen interessant sind! Unbedingt lesen!!!

Sie sind ins All und über den Atlantik geflogen, haben den Erdball schon mit 16 umsegelt und die höchsten Gipfel in Röcken bestiegen. In allen Ländern und zu allen Zeiten gab es Frauen, die mutige Vorreiter waren, neugierige Entdeckerinnen, kluge Forscherinnen und kreative Genies. Herrscherinnen, die unter widrigsten Umständen ihre Länder regierten, Aktivistinnen, die gegen Ungerechtigkeit protestierten, Wissenschaftlerinnen, die unbekannte Pflanzen und gefährliche Tiere erforschten.

Tipp der Woche 33/2018

Petra Kichmann : LIfehacks Katze

 

{#13.08.18 Buchempfehlung}

 

Jeder Katzenbesitzer weiss : Katzen lieben es zu spielen, die Welt zu erkunden, zu kuscheln, und zu schlafen. Dabei ist es wichtig, ihnen neue Anreize zu geben, aber auch für ihre Sicherheit zu sorgen. In diesem Buch gibt es viele nützliche Tipps und Tricks, wie Sie sich und ihren Fellnasen das Leben noch ein bisschen schöner machen können. Aufgeteilt in die Themen "Rund ums Futtern", "Sauber und Gesund", "Spiel und Spaß" und "Kuscheln und Chillen" erfahren hier auch erfahrene Katzenbesitzer allerlei Neues. Von der idealen Futterstelle samt gesunder Fütterung, Fellpflege, selbstgemachten Kratzbäumen, spannenden Spielangeboten und Kletterlandschaften sowie gemütlichen Schlafplätzen ist hier alles dabei. Die Autorin hat alles mit ihren Katzen Lilli und Katie ausprobiert und getestet.

 

Für meine Katzen Max und Moritz (beide 9 Jahre alt) habe ich verschiedene Dinge ausprobiert, so z.B. den Snack-Pool zum Leckerli-Angeln (fanden sie doof, Wasser ist so nass Razz), den Toilettenvorleger aus einer Automatte (praktisch, weil einfach zu reinigen) und diverses Spielzeug, was die beiden auch ganz spannend fanden. Bei der Hitzewelle kamen mir auch die Tipps zur Abkühlung im Sommer ganz recht, die vorgeschlagenen nassen Tücher  zum drauflegen oder übers Fell streicheln nahmen sie mir aber doch übel und straften mich mit Missachtung (wie gesagt, Wasser ist so nass Razz ).

Ein schönes Buch mit tollen Tipps für alle Katzenbesitzer, die neue Anregungen für das Zusammenleben mit ihren Fellnasen suchen.

Empfohlen von Claudia Kleine-Niermann

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Tipp der Woche 31/2018

{#Der Graben}Koch, Hermann : Der Graben

„Der Graben“ erzählt die Geschichte des Amsterdamer Bürgermeisters Robert Walter. Bei einem Empfang beobachtet er, wie sich seine Frau mit seinem Dezernenten, den er verabscheut, amüsiert. Von Tag zu Tag steigert sich in seine Eifersucht hinein. Egal wie seine Frau handelt, jede Begebenheit wird im Licht dieser Eifersucht  gesehen und interpretiert.

Nach außen vermittelt Robert Walter das Bild eines glücklichen, souveränen, erfolgreichen Mannes, zumindest sieht er sich selbst so. In Wirklichkeit ist er ein Mensch voller Ängste und Selbstzweifel.

Zu dem Eifersuchtsdrama gesellt sich eine weitere Prüfung für ihn. Seine betagten Eltern informieren ihn, dass sie beschlossen haben, durch gemeinsamen Selbstmord ihrem Leben ein Ende zu setzen.

Spannend erfahren wir Leser nach und nach die ganze Geschichte von Roberts Ehe und Lebensweg. Immer tiefer verstrickt er sich in seinen Zwangsvorstellungen und verliert immer mehr den Bezug zur Realität. Ein tiefer Graben tut sich an allen Stellen auf…

 

Empfohlen von Sabine Berges

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Tipp der Woche 27/18

 

 

{#Wir sind}Scheerer, Johann : Wir sind dann wohl die Angehörigen – Die Geschichte einer Entführung

Im März 1996 wird der Hamburger Soziologe und Philologe Jan Philipp Reemtsma auf seinem Grundstück in Hamburg entführt und nach 33 Tagen gegen Zahlung eines hohen Lösegeldes wieder freigelassen. Reemtsma selbst verarbeitete die Geschichte 1997 in seinem Buch „Im Keller“. Jetzt meldet sein Sohn Johann sich zu Wort und erzählt die Geschichte aus seiner Sicht.

Johann Scheerer ist zum Zeitpunkt der Entführung 13 Jahre alt, als seine Mutter ihn in der Nacht zum 25.März 1996 mit den Worten  „Jan Philipp ist entführt worden“ weckt. Dieser Moment, der sein ganzes Leben verändert, ist ihm für alle Zeit in sein Gedächtnis gebrannt. Für den Jungen beginnt eine Zeit der Ungewissheit und Angst, aber auch Wut und Ungeduld prägen ihn in diesen Tagen.

Er darf nicht zur Schule, nicht mit Freunden reden, Polizisten nisten sich in seinem Haus ein, beobachten ihn auf Schritt und Tritt. Er wird erwachsen in diesen Tagen, muss seiner Mutter beistehen, sie geben sich gegenseitig Kraft. Voller Ungewissheit um das Leben seines Vaters muss Johann miterleben, wie ein Ultimatum nach dem anderen verstreicht, wie die Hoffnung mehr und mehr schwindet.

Johannes Scheerer schreibt seine Geschichte aus seiner damaligen, noch kindlichen Sicht eines 13jährigen Jungen, und gerade diese Tatsache macht dieses Buch umso eindringlicher. Das Gefühl, genau diesem Moment an der Seite des Jungen zu erleben, der von allen für ein unwissendes Kind gehalten wird und der doch erwachsener scheint als manch anderer in diesem Buch.

Scheerer hat sich von der Last seines Namens und seiner Geschichte freigemacht und sich in der internationalen Musikbranche als Produzent und Komponist einen festen Platz erarbeitet. Die Geschichte seines Vaters hat ihn nie losgelassen.

 

Im März 1996 wird der Hamburger Soziologe und Philologe Jan Philipp Reemtsma auf seinem Grundstück in Hamburg entführt und nach 33 Tagen gegen Zahlung eines hohen Lösegeldes wieder freigelassen. Reemtsma selbst verarbeitete die Geschichte 1997 in seinem Buch „Im Keller“. Jetzt meldet sein Sohn Johann sich zu Wort und erzählt die Geschichte aus seiner Sicht.

Johann Scheerer ist zum Zeitpunkt der Entführung 13 Jahre alt, als seine Mutter ihn in der Nacht zum 25.März 1996 mit den Worten  „Jan Philipp ist entführt worden“ weckt. Dieser Moment, der sein ganzes Leben verändert, ist ihm für alle Zeit in sein Gedächtnis gebrannt. Für den Jungen beginnt eine Zeit der Ungewissheit und Angst, aber auch Wut und Ungeduld prägen ihn in diesen Tagen.

Er darf nicht zur Schule, nicht mit Freunden reden, Polizisten nisten sich in seinem Haus ein, beobachten ihn auf Schritt und Tritt. Er wird erwachsen in diesen Tagen, muss seiner Mutter beistehen, sie geben sich gegenseitig Kraft. Voller Ungewissheit um das Leben seines Vaters muss Johann miterleben, wie ein Ultimatum nach dem anderen verstreicht, wie die Hoffnung mehr und mehr schwindet.

Johannes Scheerer schreibt seine Geschichte aus seiner damaligen, noch kindlichen Sicht eines 13jährigen Jungen, und gerade diese Tatsache macht dieses Buch umso eindringlicher. Das Gefühl, genau diesem Moment an der Seite des Jungen zu erleben, der von allen für ein unwissendes Kind gehalten wird und der doch erwachsener scheint als manch anderer in diesem Buch.

Scheerer hat sich von der Last seines Namens und seiner Geschichte freigemacht und sich in der internationalen Musikbranche als Produzent und Komponist einen festen Platz erarbeitet. Die Geschichte seines Vaters hat ihn nie losgelassen.

 

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Tipp der Woche 24

Mein Herz in zwei Welten

{#Mein Herz}

"Trag deine Ringelstrumpfhosen mit Stolz. Führe ein unerschrockenes Leben."
Diese Sätze hatte Will Traynor Louisa Clark mit auf den Weg gegeben. Doch nach seinem Tod brach eine Welt für sie zusammen. Nun ist sie endlich bereit, Wills Worten zu folgen: In New York wagt Lou den Neuanfang. Die glamouröse Welt ihrer Arbeitgeber könnte von Lous altem Leben in der englischen Kleinstadt nicht weiter entfernt sein. Dort ist ein Teil ihres Herzens zurückgeblieben: bei ihrer liebenswert chaotischen Familie und vor allem bei Sam, dem Mann, der sie auffing, als sie fiel. Während Lou versucht, New York zu erobern und herauszufinden, wer sie wirklich ist, muss sie feststellen, wie groß die Gefahr ist, sich selbst und andere auf dem Weg zu verlieren. Und am Ende muss sie sich die Frage stellen: Ist es möglich, ein Herz zu heilen, das in zwei Welten zu Hause ist? 

Mit „Mein Herz in zwei Welten“ erzählt Jojo Moyes die Geschichte von Louisa Clark weiter, sie schließt direkt an „Ein ganz neues Leben an“ und erzählt wie Louisa den Schritt in die ‚neue Welt‘ wagt. Sie hat den Job in New York angenommen und möchte alle Möglichkeiten nutzen die ihr geboten werden, einfach JA sagen. Sie findet neue Freunde, entdeckt viele Orte und lernt das Leben der New Yorker Upperclass kennen.  Allerdings merkt Louisa schnell das das es schwierig ist, wenn die die man liebt auf einem anderen Kontinent leben. Denn manchmal reichen E-Mails einfach nicht aus.

Gelesen wird das Hörbuch von Luise Helm. Diese schafft es auf einfache aber auch intensive Weise die Geschichte zu erzählen.

 

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Tipp der Woche 21/18

 

 {#Zwei für mich}

Ja, ja das leidige Thema Teilen!

Bär findet im Wald drei Pilze und bringt sie stolz nach Hause. Wiesel brät sie gleich lecker in der Pfanne an und schon sitzen die Freunde am Tisch.

Bär teilt aus: zwei für mich und einer für dich, denn ich bin ja viel größer als du.

Doch Wiesel ist da ganz anderer Meinung: zwei für mich, einer für dich, denn ich muss ja noch wachsen. Während sich die beiden mit den verrücktesten Argumenten um den dritten Pilz streiten, merken sie nicht, das Fuchs kommt und das Sprichwort „Wenn zwei sich streiten… „ bestätigt. Doch kaum ist der Fuchs mit dem Pilz verschwunden, verstehen sich die beiden Freunde in ihrem Ärger wieder bestens. Wiesel überrascht sogar seinen Freund mit einem leckeren Nachtisch: drei Erdbeeren. Ein wunderschönes Bilderbuch mit einem offenen Schluss, der zum Reden und Erzählen motiviert.

Die Zeichnungen spiegeln die Empfindungen der Tiere ausdrucksstark wider.

Jörg Mühle: Zwei für mich, einer für dich. Moritz Verlag. 12,95 € ab 4 Jahre

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Tipp der Woche 16/18

Minette Walters, Die letzte Stunde

{#Die letzte Stunde}

Minette Walters ist den meisten wohl durch ihre Krimis wie „Im Eishaus“ bekannt. Zu ihrer absoluten Hochzeit hab ich mich leider noch nicht für ihre Romane interessiert. Ihr erster historischer Roman „Die letzte Stunde“ hat mich dagegen sofort gepackt.

 

Südengland, Sommer 1348: Der Ausbruch der Pest zwingt Lady Anne ihr Gut Develish von der Außenwelt abzuschotten. Selbst ihren Gatten Sir Richard sperrt sie nach einer Reise aus, um die Seuche auf Abstand zu halten. Ihre fortschrittlichen Ideen in Bezug auf Hygiene und Bildung ihrer Leibeigenen machen sie zu einer geachteten Herrin. Der gesellschaftliche Rang ist für sie belanglos und so macht sie den Bastard Thaddeus, nur aufgrund seiner Intelligenz, zum Verwalter. Nicht jeder ist mit dieser Entscheidung einverstanden. Auch die Enge und die schwindenden Vorräte auf Develish zerren an den Nerven seiner Bewohner. Als ein Mord geschieht ist der mühsam erarbeitete Friede innerhalb der Gemeinschaft mehr als gefährdet.

„Die letzte Stunde“ ist ein atmosphärisch dichter, fesselnder Historienschinken, mit starken Protagonisten, der von der ersten Seite an bestens unterhält.

 

Empfohlen von Silvia Meier

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Tipp der Woche 9/18

{#Ocean City}Wir befinden uns im 22. Jahrtausend. Das Festland ist zu einer unsicheren Gegend geworden.

Dagegen herrscht  auf Ocean City, einer im Meer treibenden 15 Millionenstadt, Frieden und alle Bewohner werden vom Staat versorgt. Jeder muss ich dafür dem System unterordnen. Alles wird bezahlt mit Zeit, die auf einem implantierten Transponder festgehalten wird. Zeit ist Macht.

 

Drei Jungs geraten bei dem Versuch den Transponder zu überlisten in die Schusslinie der Regierung und ihrer Spezialeinheit Z. Eine abenteuerliche und unheimlich spannende Verfolgungsjagd beginnt und plötzlich sind die drei  Mitglied im Kommando Matt Fuller, einer Oppositionsgruppe im Untergrund.

 

Die Geschichte entwickelt sich mit atemberaubender Schnelligkeit und ist der Auftakt zu einer neuen filmbuchreifen Actionserie mit Bezug zu aktuellen Themen wie Drohnen, Parkourklettern, Mikrochips und Lebensmittel aus Algen, Krill und Plankton.

 

R.T.Acron: Ocean City – Jede Sekunde zählt. Dtv 14,95  €. Ab 10 Jahren

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Tipp der Woche 8/18

{#Familie Monster}Paul, ein Menschenkind, wird als Baby verlassen in einem Wagon der Geisterbahn gefunden und von der Familie Monster adoptiert. Dort hat er es wirklich gut, alle Familienmitglieder umsorgen ihn liebevoll. Erst als er in die Monsterschule kommt, gibt’s Probleme. Denn dort muss er lernen, Leute zu erschrecken und furchtbar laut zu brüllen. Aber Paul kann doch nur ganz leise brüllen und seine Mitschüler machen sich über ihn lustig. Doch seine Familie steht hinter ihm. Wie sie es schaffen, dass er das Brüllexamen sogar mit Auszeichnung besteht, ist witzig und kindgerecht erzählt. Und der Schluss hält sogar noch eine unerwartete Wendung bereit.

Ein Buch für Erstleser übers Anderssein, über Ausgrenzen und Akzeptanz, ohne jeden erhobenen Zeigefinger. Die vielen bunten und witzigen Bilder unterstreichen die Geschichte und motivieren zum Weiterlesen. Rätsel und kleine Aufgaben am Ende des Buches tragen spielerisch zum Textverständnis bei.

Rüdiger Bertram und Heribert Schulmeyer: Familie Monster brüllt los! Oettinger Verlag. 8,00 €. Ab 6 Jahre

Empfohlen von Sabine Berges

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Ärgernis der Woche 7/18

{#Staatskomplott}

Selten habe ich mich über ein Buch so geärgert wie über den Kriminalroman “Staatskomplott“ von Uwe Klausner.

Es geht um die Ermordung eines bekannten und schwerreichen Bordellbesitzers in West-Berlin im Jahr 1970.

Vorangestellt ist der Ermordung ein Prolog, der sich in  Ost-Berlin ereignet. Ein angesehener Arzt der Charité landet  wegen Schleuserei und Menschenhandel sechs Jahre in Bautzen, ehe er im Rahmen eines Gefangenenaustauschs in den Westen kommt.

Im Lauf des Romans verbinden sich die beiden Handlungsstränge und die Beziehungen zwischen dem Ermordeten und dem Arzt treten zu Tage. Der Fall löst sich eher durch Kommissar Zufall als durch die Arbeit der ermittelnden Beamten auf. Besonders die freiwilligen Zusatzinformationen der Zeugen, die ansonsten ausnehmend unkooperativ sind, helfen der Polizei weiter. Da höhere Kreise ein Interesse daran haben, dass die Ermittlungen eingestellt werden, wird zusätzlich eine abenteuerliche RAF-Unterstützung der Stieftochter des Hauptkommissars in die Handlung eingeflochten. Denn nur so kann der ansonsten unbestechliche Beamte erpresst und von weiteren Ermittlungen abgehalten werden.

Was mich an diesem Buch so genervt hat, war die Charakteristik der Personen, man scheint hier nur Choleriker zu finden. Keiner spricht in normalem Ton, hier wird nur geschnauzt, angefahren, getönt, gegiftet, gekontert… Weshalb sich die Ermittler unter einander immer nur gegenseitig ärgern oder ironisch miteinander umgehen müssen, erschließt sich nur dem Autor.

Dazu kommt eine solche Ansammlung von Redewendungen und Sprichwörtern, dass man den Eindruck hat, hier handelt es sich um die Aufgabe einer Schreibwerkstatt, die diesen Schreibstil vorgegeben hat.

Allein in einem Kapitel von 13 Seiten habe ich 45 Redewendungen oder Sprichwörter gezählt!

Da fragt man sich: Muss das wirklich verlegt werden?

Sabine Berges

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Tipp der Woche 6/18

 

{#Logan}

DVD-Tipp Logan Lucky

Die Geschwister Logan werden nicht vom Glück verfolgt, als sich Ihnen die Möglichkeit bietet einen Raubüberfall zu starten.  Sie planen die Tageskasse eines NASCAR-Rennen zu plündern. Doch dies geht nicht ohne Hilfe…

Logan Lucky ist ein Film den ich schon im Kino gesehen habe und einfach begeistert war. Ich bin ohne große Erwartungen an ihn herangegangen, da ich vorher nichts von diesem Film mitbekommen habe und wurde nicht enttäuscht. Er besticht nicht nur mit guten Schauspielern, sondern auch mit einer, wie Anfangs scheint, einfachen Story.

Dieser Film ist eine wunderbar abgedrehte Gauner-Komödie und sehr zu empfehlen.

Tipp der Woche 5/18

 {#Floh am po}

Zuerst einmal – Der Titel ist wirklich passend und witzig. Der Name ist Programm. In diesem Spiel geht es um Flöhe.

In diesem lustigen Spiel müssen die Kinder versuchen das Ziel mit ihrem Flohverseuchten Hund als erster zu erreichen. Denn wenn es die Hunde am Fell juckt, laufen sie gleich doppelt so schnell.

Ich habe das Spiel mit meiner jüngsten Tochter ausprobiert. Da es kein festes Spielfeld gibt, muss erstmal ein Weg festgelegt werden, den die Hunde gehen sollen. Die Hauptrolle in diesem Spiel haben die Flöhe. Es sieht wirklich witzig aus, wenn bis zu fünf Flöhen gleichzeitig am armen Hund kleben. Aber dann darf man auch 5 Felder vorgehen. Ansonsten ist das Spiel ziemlich einfach. Man würfelt mit 2 Farbwürfeln.

Diese Würfel lassen insgesamt sechs Flöhe von einem Fell zum anderen springen und sorgen so für ein spannendes Schnauze-an-Schnauze-Wettrennen.

Zum Zählen und Farben lernen ist das Spiel gut geeignet. Da Spieldauer ist mit nur ca. 15 Minuten relativ kurz. Das Spiel hat nicht nur einen lustigen Namen, auch das Spielmaterial wurde liebevoll gestaltet.

Dieses Spiel gefällt mir und meiner Tochter sehr gut.

 

 



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Tipp der Woche 4/18

DVD: Der wunderbare Garten der Bella Brown"

{#Garten}

Bei manchenFilmen geht einem einfach das Herz auf und man ertappt sich selbst mit einem Dauerlächeln.

Bella Brown lebt allein, ist notorisch zu spät, hat einen Ordnungstick und reagiert phobisch auf die Natur im Allgemeinen. Als der Hausverwalter ihr mit Kündigung droht, wenn sie ihren völlig verwahrlosten Garten nicht innerhalb von 4 Wochen auf Vordermann bringt, ist sie auf die Hilfe ihres streitsüchtigen Nachbars angewiesen. Was mit Beleidigungen beginnt, wird zu einer wunderbaren Freundschaft, die Beiden eine völlig neue Art, das Leben und die Welt wahrzunehmen, eröffnet.

„Der wunderbare Garten der Bella Brown“ ist ein modernes Märchen mit herrlich skurrilen Charakteren und Ideen, warmherzig und fantasievoll. Schon lange habe ich keinen Film mehr gesehen, der den Titel „Feel-Good-Movie“ mehr verdient hätte.

 

Empfohlen von Silvia Meier

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Tipp der Woche 3/18

{#Punsch}

Verena Pelikan : Punsch, Glögg und heißer Kakao

 

Hier kommt genau das richtige Buch für die kalte Jahreszeit!

Was gibt es bei Schnee, Regen und Sturm besseres als ein richtig leckeres Heißgetränk?  Verena Pelikan zeigt mit ihren Rezepten, wie man klassische Wintergetränke mit spannenden Gewürzen und Zutaten lecker zubereiten kann.  Die heiße Schokolade wird mit Ingwer, Chili oder gesalzenem Karamel aufgepeppt, es gibt Granatapfel- und Apfelstrudelpunsch und Kaffee mit dunkler Schokolade und Kardamom. 


Ganz nebenbei werden auch noch Rezepte für Gewürzmischungen und selbstgemachte Liköre verraten. Alle Rezepte sind natürlich auch ohne Alkohol machbar und lecker.

Meine persönlichen Favoriten waren der Marzipan-Kaffee und der Cranberry-Thymian-gin-Tonic. Was ist ihr Favorit?

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Tipp der Woche 2/18

{#Bienen}Maja Lunde : Die Geschichte der Bienen

Diese Geschichte entwickelt sich parallel auf drei Zeitebenen und mit drei ganz unterschiedlichen Protagonisten.

Zunächst reisen wir mit der jungen Chinesin Tajo ins Jahr 2098. Und dort erleben wir wahrhaft Utopisches. Tajo gehört zu jenen Frauen, die täglich bis zu 10 Stunden auf Obstbäume klettern, um mit einem Federpinsel die Blüten zu bestäuben. Denn die Bienen sind seit 2045 ausgestorben und mit ihnen alle bestäubenden Insekten. Es herrscht Armut und Hungersnot in der ganzen Welt.

Dann befinden wir uns im Jahr 1852 in Maryville in England. William, Besitzer eines kleinen Saatgutgeschäftes, Vater von 7 Töchtern und einem Sohn, liegt seit längerer Zeit lethargisch und depressiv im Bett. Kein Arzt kann ihm helfen. Die Familie lebt an der Grenze des Existenzminimums. Nach und nach erfährt der Leser, die Hintergründe des Zusammenbruchs. Seiner Tochter Charlotte gelingt es schließlich ihn wieder unter die Lebenden zu holen, indem sie ihn an seiner Leidenschaft packt: dem wissenschaftlichen Arbeiten. Gemeinsam entwickeln sie eine neue Form von Bienenkörben.

Die dritte Ebene führt zu George ins Jahr 2007 in Ohio, USA. George gehört seit Generationen ein Imkerhof. Es ist das Jahr des CCD, des Colony Collaps Disorders, eine aus den USA stammende Bezeichnung für ein außergewöhnliches Bienensterben, dessen Gründe nicht gesichert ermittelt werden können. Ich habe bei Wikipedia nachgesehen und da stößt man tatsächlich auf folgenden Hinweis:  Zitat: „Die Neutralität dieses Artikels oder Abschnitts ist umstritten. Eine Begründung steht auf der Diskussionsseite im Abschnitt „Unvollständige Darstellung, nicht-neutrale Quellen“. Auch Georges Stämme werden von diesem Sterben erfasst, von einem Tag auf den anderen sind die meisten Stöcke leer, nur noch die Königin und ein paar junge Bienen sind zurückgeblieben, von allen anderen fehlt jede Spur.

Maja Lunde gelingt es nach und nach die drei Erzählstränge zu verbinden. Es geht um den Beginn der industriellen Nutzung der Imkerei, um das Ausbeuten der Natur und die möglichen Folgen für unsere Welt. Maja Lunde möchte aufrütteln, ohne dabei aber fanatisch zu sein. Indem sie tatsächliche Ereignisse mit utopischen kombiniert, überlässt sie es dem Leser sich eine Meinung zu bilden. Ihre Protagonisten sind keine Helden, sind uns manchmal nicht einmal sonderlich sympathisch, aber gerade dadurch wirkt das Geschehen authentisch und als Leser möchte man manchmal am liebsten selbst in das Geschehen eingreifen.

Bei diesem Roman bliebt keiner unberührt und sollte es auch nicht! Es geht um nichts Geringeres als um unsere Zukunft und vor allem um die, die wir unserer Kinder hinterlassen!

Ich denke, ein Titel der zurecht seit Monaten auf der Bestsellerliste steht.

 

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Tipp der Woche 1/18

{#Petronella}Städing, Sabine: Petronella Apfelmus -Hexenbuch und Schnüffelnase

Inzwischen hat  Petronella Apfelmus längst die Herzen aller Grundschulkinder erobert. Sie lässt die kleine Hexe von Otfried Preußler in einer modernen Version wieder aufleben. Statt dem Raben Abraxas steht Petronella der Hirschkäfer Lucius helfend zur Seite, Thomas und Vroni sind hier die Zwillinge Luis und Lea  und auch die böse Hexe Muhme Rumpumpel findet sich als Gegenspielerin Petronellas wieder in der Figur der  Klatsch- und Tratschhexe Hexobine Höckerbein.

Der neue Band der Reihe spielt in der Herbstzeit– Basteln ist angesagt. Die Zwillinge, Petronella, Lucius und  die eifrigen 5 Apfelmännchen schnitzen lustige  Kürbisgesichter um die Wette. Nichts ahnend werden sie von einem bösen Waldschrat beobachtet und am nächsten Tag sind alle 5 Apfelmännchen spurlos verschwunden. Eine aufregende Verfolgungsjagd in den Haspelwald beginnt…

Ein sehr liebe- und  humorvolles, kindgerechtes Buch für Kinder ab 8 Jahren, das mit seinen  wirklich  zauberhaften  Bildern der Geschichte noch eine ganz eigene Note gibt.

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